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Das Zusammentreffen von Generationen stellt Personalverantwortliche vor neue Herausforderungen. Denn die Generation Y bringt ganz andere Einstellungen zu Job und Leben mit, als die „alten Hasen“. Dr. Timo Müller ist Konfliktwissenschaftler und weiß, warum es der Generation Y nicht egal ist, für wen sie arbeitet und wie man Konflikte zwischen den Generationen konstruktiv lösen kann.

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Dr. Timo Müller leitet das IKuF – Institut für Konfliktmanagement und Führungskommunikation (www.ikuf.de). Er ist Doktor der Wirtschafts- und Sozialwissenschaften und promovierte im Feld der Konfliktforschung. Als Experte für „erfolgreiches Konfliktmanagement" und "motivierende Feedback-Kommunikation" engagiert er sich im deutschsprachigen Raum als Business-Trainer, Vortragsreferent, Konfliktmoderator/-coach und Autor. Er leitet neben Inhouse-Kursen auch offene IKuF-Kurse in den Regionen Köln, Hamburg und München.

      

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* Die Generation Y umfasst die Altersgruppe der zwischen 1980- und 1995-Geborenen.

 

Vorspann:
„Von wegen weichlich und verzogen: Die junge Generation könnte die Arbeitsbedingungen wirklich verändern. (...) Die bis zu 30-Jährigen wünschen sich flexible und selbstbestimmte Arbeitszeiten, flache Hierarchien und eine sinnstiftende Tätigkeit. Und die jungen Erwachsenen haben gute Aussichten, ihr Idealbild der Arbeit auch einzufordern, hat diese Generation doch die demographische Macht auf ihrer Seite."  (Generation Y: Die heimlichen Revolutionäre der Arbeit. DIE ZEIT, 09.2014)

 

Für die Generation Y ("why") ist es – passend zum Namen – typisch,  dass sie Vieles hinterfragt: „Warum?". So gibt sie sich beispielsweise nicht mit bestehenden, schlechten Arbeitsbedingungen zufrieden. Dies zeigt sich konkret darin, dass Personen dieser Generation ein anderes Verhalten im Umgang mit Konflikten am Arbeitsplatz zeigen als vorherige Generationen.

Die Erwerbstätigen der Generation Y fühlen sich nicht im Sinne eines Pflichtgefühls stark an ihr jeweiliges Unternehmen gebunden und sie sind auch nicht in erster Linie status- oder geldorientiert. Primär handlungsleitend im beruflichen Kontext ist bei dieser Altersgruppe die Sinnerfüllung.

Personen der Generation Y sind leistungsbereit. Sie erbringen für ein Unternehmen aber nur dann den vollen Einsatz, wenn ihre (Sinn-)Bedürfnisse berücksichtigt werden.

Eine Person, für die der Sinn der beruflichen Tätigkeit am Wichtigsten ist, neigt bei dauerhaften, stressigen Konflikten am Arbeitsplatz eher zu einem Stellenwechsel. Eine solche Person wird kündigen und sich einen Arbeitsort suchen, der den eigenen (Sinn-)Bedürfnissen passgenauer entspricht.

Vor diesem Hintergrund wird für die Unternehmen die Bedeutung des Themas „Konfliktmanagement" weiter steigen.

Die Generation Y wird bei dauerhaftem Konflikt-Stress am Arbeitsplatz – häufiger als frühere Generationen – selbstbewusst die Initiative ergreifen und das betreffende Unternehmen verlassen. Der demografische Wandel und der dadurch entstehende Fachkräftemangel bietet für diese Stellenwechsel einen begünstigenden Rahmen – vor allem für die leistungsstärksten Fach- und Führungskräfte.

Die Unternehmen sind – um (personal)wirtschaftlich erfolgreich zu sein – dazu gezwungen, ihr Augenmerk stärker als bisher auf die offenen und unterschwelligen Konflikte im Unternehmen zu richten:

-  Wie kann stressigen Konflikten am Arbeitsplatz vorgebeugt werden?

-  Wie können Konflikte stressfreier und konstruktiv ausgetragen werden?

-  Und, die Generation Y möchte Rückmeldungen: Wie kann Feedback so gegeben werden, dass es den Bedürfnissen dieser Generation entspricht?

Um dem Problem Herr zu werden und Mitarbeiter ans eigene Unternehmen zu binden, benötigen die Unternehmen für ihre Führungskräfte und Mitarbeiter
spezielles Praxis-Know-how aus den Kompetenzfeldern „Konfliktmanagement" und "Feedback-Kommunikation".

(Zur allgemeinen "Charakterisierung", Buch-Quelle: "Glück schlägt Geld. Generation Y: Was wir wirklich wollen")

 

Dr. Timo Müller leitet das IKuF – Institut für Konfliktmanagement und Führungskommunikation (www.ikuf.de). Er ist Doktor der Wirtschafts- und Sozialwissenschaften und promovierte im Feld der Konfliktforschung. Als Experte für  „erfolgreiches Konfliktmanagement" und „motivierende Feedback-Kommunikation" engagiert er  sich im deutschsprachigen Raum als Business-Trainer, Vortragsreferent, Konfliktmoderator/-coach und Autor. Er leitet neben Inhouse-Kursenauch offene IKuF-Kurse in den Regionen Köln, Hamburg und München.
 

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Interview der Zeitschrift Chefs! mit Dr. Timo Müller (IKuF):

Konfliktmoderator und Konfliktmanagement-Trainer Dr. Timo Müller (IKuF) über die Fallstricke für junge Führungskräfte, zeitgemäße Führungsstile und den Stellenwert einer besseren Kommunikations- und Konfliktmanagementkultur für den Unternehmenserfolg

(Die Inhalte sind auf alle Branchen übertragbar.)

            Lesen Sie hier das Interview

 


Dr. Timo Müller leitet das IKuF – Institut für Konfliktmanagement und Führungskommunikation (www.ikuf.de). Er ist Doktor der Wirtschafts- und Sozialwissenschaften
und promovierte im Feld der Konfliktforschung. Als Experte für  „erfolgreiches Konfliktmanagement" und „motivierende Feedback-Kommunikation" engagiert er sich im deutschsprachigen Raum als Business-Trainer, Vortragsreferent, Konfliktmoderator/-coach und Autor. Er leitet neben Inhouse-Kursen auch offene IKuF-Kurse in den Regionen Köln, Hamburg und München.

                           

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Führungskräfte und Mitarbeiter, die nicht ausreichend regenerieren (können), wirken sich für Unternehmen wirtschaftlich kontraproduktiv aus.

 

I.  Eine aktuelle US-amerikanische Studie der Schlafforschung belegt, dass eine Person, die nur fünf statt acht Stunden schläft, 50 Prozent ihrer Entscheidungsfähigkeit und 20 Prozent ihrer Gedächtnisleistung einbüßt. Dem renommierten Schlafforscher Professor Zulley (Universität Regensburg) zufolge führt chronisch gestörter oder zu wenig Schlaf zu einer 25-prozentigen Reduktion der Arbeitsleistung.

Und: „Arbeitnehmer, die schlecht schlafen, fehlen doppelt so häufig bei der Arbeit und kosten einem Unternehmen dreimal soviel wie diejenigen, die einen erholsamen Schlaf haben."  (Presseerklärung Deutscher Hochschulverband, 02.2014; Artikel The Huffington Post 03.2014)


II.  Dass eine fehlende Regeneration die Leistungsfähigkeit vermindert, steht bereits im Fokus der medialen Berichterstattung. Anders verhält es sich mit dem Zusammenhang zwischen der fehlenden Regeneration von Erwerbstätigen und Konflikten am Arbeitsplatz – obgleich auch Konflikte für Unternehmen Kosten verursachen. Die Bearbeitung von Konflikten verbraucht Zeitressourcen. Konflikte führen zu verminderter Leistungsbereitschaft, Fehlzeiten und Mitarbeiter initiierten Kündigungen.

 

Bei einer Person, die sich nicht regenerieren konnte, steigt die Wahrscheinlichkeit, dass ihr Verhalten zu Spannungen und stressigen Konflikten am Arbeitsplatz führt.

Personen, die nicht ausreichend Schlaf erhalten und im privaten Umfeld einer hohen Taktung ausgesetzt sind, nehmen das Verhalten ihrer Mitmenschen anders wahr. Durch ihr Erleben handeln sie in einer Weise, die stressige Konflikte häufiger entstehen lässt – und durch die bestehende Konflikte eher eskaliert werden.

Dieses Verhalten ist dadurch zu erklären, dass solche Personen sensibler bzw. heftiger auf Außenreize reagieren. Der Volksmund beschreibt eine solche Person, die dauerhaft in dieser Weise reagiert, als dünnhäutig – und bei „aggressiven Ausbrüchen" auch als jähzornig.

 

Interessanterweise beeinträchtigt der Erwerbstätige zum Teil selbst die eigene Regeneration – und zwar durch bestimmtes Gewohnheitshandeln in seinem Privatleben.

II.a  Zu hohe Taktung im Privatleben

Die Gestaltung des eigenen Freizeitverhaltens kann die Regeneration befördern oder auch behindern. Der Aufenthalt in einer Umgebung mit überschaubaren Reizen (z.B. Sport oder Aufenthalt in Natur) ist beispielsweise dem Konsum von Medieninhalten vorzuziehen.

Denn bei Medieninhalten gibt es eine hohe Taktung von Reizen (Fernsehen/Computerspiele). „Fernsehen ist (...) für das Gehirn immer anstrengend – selbst wenn man das Gefühl hat, sich dabei zu entspannen."  (Süddeutsche Zeitung, 07.08.2014)

 

II.b  Schlafmangel und beeinträchtigter Schlaf

Eine Folge des Schlafmangels ist eine erhöhte Impulsivität der jeweiligen Person. Der renommierte Schlafforscher und Harvard-Professor Czeisler beschreibt es sogar so, dass müde Manager wie Betrunkene handeln würden. "Ansonsten intelligente und wohlerzogene Manager benehmen sich anders, wenn sie übermüdet sind: Sie beschimpfen ihre Mitarbeiter".

In diesem Kontext ist auch kritisch auf die Nutzung der neuen Medien hinzuweisen. Die berufliche Nutzung des Smartphones am späten Abend beeinträchtigt den Schlaf. „Diejenigen, die ihr Handy beruflich nach 21 Uhr nutzten – oder den Computer – schliefen danach weniger und auch unruhiger." Der beeinträchtigte Schlaf verhindert die Regeneration.

Der „Schlafkiller Nummer 1" ist aber – der DAK-Studie "Gesundheitsreport 2010" zufolge – negativer Stress. Dieser entsteht insbesondere durch Konflikte am Arbeitsplatz: „Jeder Vierte grübelt nachts über Ängste und Sorgen."  (Wirtschaftspsychologie aktuell – Zeitschrift für Personal und Management, 03.2014, 02.2010)


In diesem Fall schließt sich der Kreis: Durch Konflikte am Arbeitsplatz entstandener Stress beeinträchtigt den Schlaf und dies wiederum erhöht die Wahrscheinlichkeit, dass weitere Konflikte am Arbeitsplatz entstehen.

 

II.c  Berufliche Konflikte erfolgreich bewältigen 
Der erfolgreiche Umgang mit Konflikten am Arbeitsplatz beginnt bereits im Privatleben. Er setzt sich im Unternehmenskontext fort: Führungskräfte und Mitarbeiter können komplexe Konflikt-Situationen nicht mit Alltagswissen oder allgemeinen Kommunikationskenntnissen bewältigen. Denn ein solches "Handeln in Unwissenheit" produziert Konfliktkosten.

Um in Konflikt-Kontexten (wirtschaftlich) erfolgreicher zu handeln, sind professionelle Konfliktmanagement-Kenntnisse und -Fähigkeiten erforderlich – insbesondere bei den Führungskräften.

 

Dr. Timo Müller leitet das IKuF – Institut  für Konfliktmanagement und Führungskommunikation (www.ikuf.de). Er ist Doktor der Wirtschafts- und Sozialwissenschaften
und promovierte im Feld der Konfliktforschung. Als Experte für die Themen „erfolgreiches Konfliktmanagement" und „motivierende Feedback-Kommunikation" engagiert er sich deutschlandweit als Business-Trainer, Vortragsreferent, Konfliktmoderator/-coach und Autor. Er leitet neben Inhouse-Kursen auch offene IKuF-Kurse in den Regionen Köln, Hamburg und München.
                         

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3 Fragen an ... Konfliktmoderator Timo Müller (IKuF)

VIS A VIS, Zeitschrift des Arbeitgeberverbandes der Versicherungsunternehmen in Deutschland e. V.

 

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